Infoportal für Familien mit AD(H)S oder ähnlichen Verhaltensbesonderheiten
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Durch Elternberatung raus aus dem Hamsterrad

Welche Eltern geben schon gerne zu, dass sie mit ihrem Erziehungsstil an ihre Grenzen geraten, öfter mal überfordert sind und es in der Familie zu unliebsamen Streit und Diskussionen kommt?!

 

Es ist keine Schwäche, sich so früh wie möglich Unterstützung durch Eltern-/Erziehungsberatung zu suchen! Ein Kind mit ADS/ADHS-Symptomen - wohlmöglich verbunden mit impulsivem und/oder oppositionellem Verhalten - stellt nun mal eine große Herausforderung dar.

 

Es kann für die gesamte Familie sehr hilfreich sein, einen Blick mit Hilfe eines externen kompetenten Ansprechpartners auf die Verhaltensmuster aller Beteiligten zu werfen und dabei neue Ideen und Erziehungsmethoden kennen zu lernen.

 

Elternberatung kann z.B. über

  • einen Kinder- und Jugendpsychologen,
  • einem Diagnosezentrum oder
  • über Erziehungsberatungsstellen (z.B. der Gemeinde, von Sozialverbänden oder kirchliche Beratungsstellen)

in Anspruch genommen werden. Die Kosten werden häufig - je nach Beratungsstelle - z.B. vom Träger oder von der Krankenkasse übernommen.

 

Schneller Rat oder Aussprache über Telefon bzw. Internet

Die bke bietet kostenfrei professionelle Onlineberatung für Jugendliche und Eltern an.  Die Beratung erfolgt durch ausgebildete Fachkräfte, nach aktuell gültigen Datenschutzrichtlinien.

 

Systemische Elternberatung

 

"…Kinder sind wie Spiegel, sie zeigen immer was vor Ihnen liegt…"

Sebastian Mönch, Siegburg

 

Es gibt viele verschiedene Gründe für auffälliges Verhalten von Kindern. Die Ursachen für ADHS sind meist vielfältig. Oft können verschiedene Einflussfaktoren, möglichweise  neben einer Stoffwechselstörung im Gehirn, erkennbar sein. Laut Dipl.-Psychologin Beatrix Schäfer aus Köln können sich z.B. auswirken:

  • Hohes Bewegungbedürfnis
  • Überforderung
  • Leistungsdruck
  • Fehlende elterliche Klarheit
  • Kampf um Aufmerksamkeit
  • Reaktion auf familiären Stress

Auch können andere Krankheitbilder wie Autismus oder eine Lernbehinderung das Fehlverhalten begründen.

 

Es kann sich lohnen, eine systemische Elternberatung, z.B. durch einen systemisch arbeitenden Kinder- / Jugendpsychologen oder Heilpraktiker in Anpruch zu nehmen. Es scheint erwiesen, dass unter therapeutischer Einbindung des gesamten Systems ADHS-Fehlverhalten eingedämmt werden kann.

 

Diese Erfahrung wird von Eltern der ADHS-Selbsthilfegruppe für Eltern in Hennef bestätigt.

 

Mögliche Aspekte einer systemischen Therapie können sein:

  • Das Familiensystem analysieren und Schwachstellen erkennen
  • Negative Beziehungsmuster aufbrechen
  • Stressursachen herausfinden
  • Umfeld verändern
  • Nach außen offen Stellung beziehen
  • Ehrlich mit der Situation umgehen und diese akzeptieren zu lernen
  • Freiräume schaffen
  • Standardreaktionen als Eltern oder Lehrer verändern
  • Wut aushalten und selber kontrollieren lernen

Für die systemische, ganzheitliche Arbeit müssen aber alle - Eltern, Lehrer und Kind - offen und ehrlich mit ich selber sein, denn auch als erwachsener Mensch in den Spiegel gucken bzw. an sich selber arbeiten zu müssen, das ist nicht immer einfach.

 

Aber es lohnt sich!

 

Elterntraining:

Starke Eltern – Starke Kinder® ist ein Kursangebot des Deutschen Kinderschutzbundes, für alle Mütter und Väter, die mehr Freude, Leichtigkeit und zugleich mehr Sicherheit in der Erziehung erreichen möchten. Kurse vor Ort können der Website entnommen werden: http://www.sesk.de/content/start.aspx

 

Buchtipp:

"Wackelpeter & Trotzkopf - Hilfen bei hyperkinetischem und oppositionellem Verhalten von Döpfner, Schürmann & Lehmkuhl (2006)"

 

Therapeuten-Tipp für den Rhein-Sieg Kreis: www.symptome-verstehen.de/arbeit-mit-kindern/

 

 

 

 

 

 

 

 

Die AD(H)S-Selbsthilfegruppe in Hennef freut sich über neue Eltern.

Kontakt: selbsthilfegruppe(at)

familie-mit-adhs.de