Infoportal für Familien mit AD(H)S oder ähnlichen Verhaltensbesonderheiten
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Durch Elternberatung raus aus dem Hamsterrad

Welche Eltern geben schon gerne zu, dass sie mit ihrem Erziehungsstil an ihre Grenzen geraten, öfter mal überfordert sind und es in der Familie zu unliebsamen Streit und Diskussionen kommt.

 

Es ist keine Schwäche, sich so früh wie möglich Unterstützung durch Eltern-/Erziehungsberatung zu suchen! Ein Kind mit ADS/ADHS-Symptomen - wohlmöglich verbunden mit impulsivem und/oder oppositionellem Verhalten - stellt nun mal eine große Herausforderung dar.

 

Es kann für die gesamte Familie sehr hilfreich sein, einen Blick mit Hilfe eines externen kompetenten Ansprechpartners auf die Verhaltensmuster aller Beteiligten zu werfen und dabei neue Ideen und Erziehungsmethoden kennen zu lernen.

 

Elternberatung kann z.B. über einen Kinder- und Jugendpsychologen, einem Diagnosezentrum oder über Erziehungsberatungsstellen (z.B. der Gemeinde, von Sozialverbänden oder kirchliche Beratungsstellen) in Anspruch genommen werden. Die Kosten werden häufig - je nach Beratungsstelle - z.B. vom Träger oder von der Krankenkasse übernommen.

 

Sytemische Elternbaratung

 

Es gibt viele verschiedene Gründe für auffälliges Verhalten von Kindern. Die Ursachen für ADHS können vielfältig sein. Oft können verschiedene Einflussfaktoren, möglichweise  neben einer Stoffwechselstörung im Hirn, erkennbar sein. Diese können laut Dipl.-Psychologin Beatrix Schäfer aus Köln z.B.

  • ein hohes Bewegungbedürfnis,
  • Überforderung,
  • Leistungsdruck,
  • fehlende elterliche Klarheit,
  • Kampf um Aufmerksamkeit
  • oder eine Reaktion auf familiären Stress sein.

 

Auch können andere Krankheitbilder wie Autismus oder eine Lernbehinderung das Fehlverhalten begründen.

 

Es kann sich lohnen, eine systemische Elternberatung, z.B. durch einen systemisch arbeitenden Kinder- / Jugendpsychologen, in Anpruch zu nehmen. Es scheint erwiesen, dass unter therapeutischer Einbindung des gesamten Systems ADHS-Fehlverhalten eingedämmt werden kann. Diese Erfahrung wird von Eltern der ADHS-Selbsthilfegruppe für Eltern in Hennef bestätigt.

 

Mögliche Aspekte einer systemischen Therapie können sein:

  • Umfeld verändern
  • Nach außen offen Stellung beziehen
  • Ehrlich mit der Situation umgehen und diese akzeptieren zu lernen
  • Freiräume schaffen
  • Standardreaktionen als Eltern oder Lehrer verändern
  • Wut aushalten und selber kontrollieren lernen

Für die systemische, ganzheitliche Arbeit müssen aber alle - Eltern, Lehrer und Kind - offen und ehrlich mit ich selber sein, denn auch als erwachsener Mensch in den Spiegel gucken bzw. an sich selber arbeiten zu müssen, das ist nicht immer einfach.

 

Aber es lohnt sich!

 

Buchtipp: "Wackelpeter & Trotzkopf - Hilfen bei hyperkinetischem und oppositionellem Verhalten von Döpfner, Schürmann & Lehmkuhl (2006)"

 

 

ADHS-Beratung per Email

 

Das Infoportal "Familie-mit-ADHS" bietet in Ergänzung zu örtlichen Therapie-, Selbsthilfe- und Beratungsangeboten einen Raum zum Erfahrungsaustausch bzw. für persönliche Beratung per Email durch eine zertifizierte Elternberaterin.

 

Diese Beratung ersetzt keine Eltern-/Erziehungsberatung eines Fachtherapeuten, bietet aber eine Möglichkeit, unkompliziert - ohne Termin und Wartezeiten -  Impulse, Verständnis und Tipps zum Umgang mit der Situation zu erhalten.